Die Statistik zur Demografie von Arbeitgeberunternehmen umfasst ebenso wie die Statistik zur Unternehmensdemografie(insgesamt) Daten zu aktiven Unternehmen, zu Unternehmensneugründungen, deren Fortbestand, zu Unternehmensschließungen sowie entsprechende Beschäftigungsdaten.
Bei der separaten Arbeitgeberdemografie-Statistik
handelt es sich um eine speziell von der OECD forcierte Datensammlung,
die nur Arbeitgeberunternehmen
umfasst. Diese sind definiert als Unternehmen, die zu einem beliebigen
Zeitpunkt zwischen
Demnach können zwei Arten einer Arbeitgeberunternehmensgründung unterschieden werden. Einerseits die Neugründung eines Unternehmens, das zum Zeitpunkt der Gründung zumindest 1 unselbständig Beschäftigten hatte; andererseits „Entry by growth“, d.h. Zugang eines Unternehmens, das schon ohne unselbständig Beschäftigte aktiv war und erst im Referenzjahr die Schwelle von 1 unselbständig Beschäftigten erreicht. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen in zwei dem Referenzjahr vorausgehenden Jahren keine unselbständig Beschäftigten hatte (um Reaktivierungen auszuschließen). Das Wachstum darf auch nicht auf die Übernahme eines Unternehmens mit Beschäftigten zurückgehen.
Durch diese Einschränkung auf Arbeitgeberunternehmen soll einerseits die Vergleichbarkeit der europäischen Daten insbesondere im Vergleich mit den USA, aber auch mit anderen außereuropäischen OECD-Mitgliedsländern, erhöht werden. Andererseits liegt die Zielsetzung auch in der bewussten Konzentration auf Beschäftigungseffekte von Neugründungen.
Für die Statistik zur Arbeitgeberdemografie gibt es derzeit noch keine europäische Lieferverpflichtung; eine entsprechende Rechtsgrundlage ist jedoch in Vorbereitung. Auf nationaler Ebene wurde die zu erwartende europäische Lieferverpflichtung bereits in der 2009 verabschiedeten Unternehmensdemografiestatistik-Verordnung vorweggenommen.
Beachtet werden sollte, dass die Daten zur Demografie von Arbeitgeberunternehmen nicht einfach durch Weglassen der Größenklasse „0 Beschäftigte“ im Rahmen der Datenerfassung zur gesamten Unternehmensdemografie erzeugt werden können, da sich die Konzepte unterscheiden: In der Datenerfassung zur Unternehmensdemografie(insgesamt) werden jene Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Gründung keine unselbständig Beschäftigten hatten und erst später zu Arbeitgebern wurden, nicht als Neugründungen erfasst.
In Österreich wird die Datenbasis zur Arbeitgeberdemografie zu gleichen Zeitpunkten und in einer gemeinsamen Vorgehensweise mit jener zur gesamten Unternehmensdemografie erstellt. Es werden die jeweils zum Zeitpunkt der Berechnungen aktuell verfügbaren administrativen Daten verwendet. Zudem müssen Schätzungen zur Vervollständigung der Berechnungen vorgenommen werden. Aus Gründen der Konsistenz erfolgen die Berechnungen jeweils für die gesamte Zeitreihe und nicht bloß für das aktuelle Berichtsjahr. Das bedeutet, dass sich auch für die vergangenen Jahre leicht andere Ergebnisse zeigen als sie für diese Jahre bereits auf Basis der vorjährigen Berechnungen publiziert wurden. Die erhöhte Qualität der der Unternehmensdemografie zugrundegelegten Verwaltungsdaten hat auch Auswirkungen auf die dem Berichtsjahr 2009 vorausgehenden Jahre, weswegen Statistik Austria neue Ergebnisse für die gesamte Zeitreihe (ab 2004) publiziert. Es ergeben sich geringfügige Abweichungen zu den im Vorjahr publizierten Zahlen für die Berichtsjahre 2004 bis 2008.
Weiterführende Hinweise zur Methodik der Datensammlung
Im Jahr 2009 entstanden
Was den Fortbestand von Arbeitgeberunternehmen betrifft, lag die Überlebensrate der im Jahr 2004 neu gegründeten Arbeitgeberunternehmen, die bis 2005 weiterbestanden, bei 86%. Ein weiteres Jahr später (2006) haben 74,4% der Arbeitgeberunternehmen überlebt. Die durchschnittliche 3-jährige und 4-jährige Überlebensrate lag bei 65,9% bzw. 58,9%. Nach fünf Jahren (2009) haben etwas mehr als die Hälfte (52,1%) der 2004 neu gegründeten Arbeitgeberunternehmen fortbestanden. Die höchsten 5-jährigen Überlebensraten verzeichneten die Wirtschaftsbereiche „Gesundheits- und Sozialwesen“ (fast 70%), „Energieversorgung“ (67,9%) und „Bergbau“ (66,7%).
Im Berichtszeitraum 2009 wurden
Im Durchschnitt wurden durch neue Arbeitgeberunternehmen 3,5 Arbeitsplätze
je Firma geschaffen,
während durchschnittlich 3,2 Arbeitsplätze durch geschlossene Arbeitgeberunternehmen verloren gingen.
In absoluten Zahlen entstanden 2009 meisten neuen Arbeitsplätze in
den Bereichen „Beherbergung und Gastronomie“
Informationen und Ergebnisse zur Unternehmensdemografie (insgesamt)
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!