Im Jahr 2010 betrug die Sozialquote, der Anteil der Sozialausgaben berechnet gemäß Europäischem System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS) am Bruttoinlandsprodukt (BIP), krisenbedingt 30,4%.
Die Ausgaben für Sozialleistungen entfallen in Österreich großteils auf die Funktion Alter (43% oder 36,3 Mrd. EUR) und ein Viertel der Ausgaben fließen in Leistungen der Funktion Krankheit bzw. Gesundheitsversorgung. Deutlich geringere Ausgabenanteile verzeichnen die Funktionen Familien/Kinder (ein Zehntel), Invalidität/Gebrechen, Hinterbliebene und Arbeitslosigkeit (8%, 7% bzw. 6%) sowie Wohnen und soziale Ausgrenzung (1%). Die Sozialausgaben sind zu mehr als zwei Drittel Geldleistungen. Bei den Sachleistungen dominieren die Leistungen der Gesundheitsversorgung.
Die Finanzierung der Sozialleistungssysteme insgesamt erfolgt zu jeweils mehr als einem Drittel durch Arbeitgeber-Sozialbeiträge sowie durch allgemeine Steuermittel und zu mehr als einem Viertel durch Sozialbeiträge der geschützten Personen.
Die Zahl der Bezieherinnen und Bezieher einer Pensionsleistung gemäß ESSOSS stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr
um 2,3% auf
Mehr Informationen und Tabellen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Die Sozialausgaben und –einnahmen, qualitative Informationen sowie die Pensionsleistungsbezieherinnen und –bezieher der EU-Mitgliedstaaten werden auf der Eurostat-Website (Tabellen, Datenbank) veröffentlicht. Nähere Ausführungen zur Methodologie sind im ESSOSS-Handbuch enthalten.