Der Bereich Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung umfasst die Gesamtheit der Tätigkeiten zur Messung, Vermeidung, Verringerung, Beschränkung oder Behebung von Umweltschäden. Darin eingeschlossen sind umweltschonende bzw. weniger umweltschädliche Technologien, Verfahren und Produkte, die die Umweltrisiken verringern und die Umweltverschmutzung auf ein Mindestmaß beschränken. Dieser Bereich wurde bis 2008 unter dem Begriff „Leistungen der Öko Industrien“ subsummiert. Er umfasste, im Gegensatz zum herkömmlichen Begriff Industrie, die Herstellung von Gütern und Anlagen sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen und Bauleistungen im Rahmen des Umweltschutzes. Der Schwerpunkt lag dabei - konform mit dem OECD/EUROSTAT-Handbuch von 1998 - auf dem Schutz der Umwelt vor Verschmutzungen.
In den letzten Jahren rückte das Themenfeld der Erhaltung natürlicher Ressourcen immer mehr in den Blickpunkt des Interesses. Zudem zeichnete sich ein Strukturwandel von nachsorgenden zu integrierten Technologien ab. Um diese Entwicklungen der Umweltwirtschaft weiterhin in einer umfassenden Form darstellen zu können, wurde von EUROSTAT unter Mitarbeit der Bundesanstalt Statistik Österreich seit 2006 ein neues Konzept entwickelt (Handbuch „The Environmental Goods and Services Sector“ = EGSS) , welches für das Berichtsjahr 2008 erstmals umgesetzt wurde und seither jährlich erstellt wird.
Ziel des neuen Konzepts ist, künftig konsistente, detaillierte Daten aus möglichst allen europäischen Staaten zu erhalten um Analysen zu Umsatzwachstum, Beschäftigungspotentialen, Exporten sowie Wertschöpfung im Bereich der Umwelt zu ermöglichen. Für den aktuellen Bericht wurden die Daten für das Jahr 2009 umfassend überarbeitet.
Im Bereich der umweltorientierten Produktion und Dienstleistung
wurde in Österreich im Jahr 2010 ein Umweltumsatz von 33,7 Mrd. Euro erwirtschaftet (2008: 31,8 Mrd. Euro,
2009: 31,6 Mrd. Euro);
Die Energie dominiert die Umweltwirtschaft: das „Management der
Energieressourcen“ erbrachte 2010 mit knapp 35% der Beschäftigten
(rund
Das Methodenhandbuch EGSS schließt den Handel mit
Umweltprodukten explizit aus. Dies ist vorrangig damit begründet, dass
eine Einbeziehung des Handels zur Überschätzung des Umweltumsatzes
führen würde, falls die entsprechenden Umwelterzeugnisse schon bei
ihrer Produktion erfasst werden. Bei der Betrachtung der Umweltbeschäftigten
ist dieses Phänomen allerdings kaum relevant. Dementsprechend wurde
eine näherungsweise
Berechnung der Beschäftigten des Handels mit Umweltprodukten
vorgenommen: unter
Einbeziehung der Beschäftigten im Handel mit Umweltprodukten gab es 2010 in
Österreich
Im Vergleich dazu wurden nach den „Eco-Industries“
(Leistungen der
Öko Industrien) in den Jahren 2008 bzw. 2007 11,6 bzw. 11,2 Mrd. Euro erwirtschaftet und rund