Internationale Wanderungen

Aus der Zahl von 130.208 Zuzügen aus dem Ausland und 94.604 Wegzügen in das Ausland ergab sich für das Jahr 2010 ein internationaler Wanderungssaldo von 35.604 Personen. Bezogen auf die Wohnbevölkerung Österreichs entsprach dies einer Wanderungsbilanzrate von 4,3 je 1.000 der Bevölkerung. Damit war die Zuwanderung um rund ein Drittel höher als 2009 (+27.695). Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit -5.759 dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2011 negativ, wobei im Vergleich zum Vorjahr (-4.163) eine deutliche Zunahme der Wanderungsverluste zu verzeichnen war. Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen belief sich hingegen auf +41.363 Personen und lag damit um knapp 30% über dem Wert des Jahres 2010 (+31.858 Personen).

Etwa 70% des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen Staatsangehörigen entfielen auf Bürgerinnen und Bürger der EU (absolut +28.524 Personen). Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe waren dabei Deutsche (+6.463 Personen), gefolgt von rumänischen (+6.163) und ungarischen (+4.359) Staatsangehörigen. Ebenfalls bedeutsam waren die Wanderungsgewinne mit Polen (+3.361 Personen) und der Slowakei (+2.198). Zwei Drittel (67%) der Zuwanderer aus der EU stammten aus den seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten (Tabelle 1).

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten erhöhte sich 2011 mit +12.650 Personen gegenüber dem Vorjahr (+9.415) um gut ein Drittel (34%). Knapp zwei Fünftel der Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen im Jahr 2011 entfielen auf europäische Staatsangehörige, während es im 2010 noch gut zwei Drittel gewesen waren. Insbesondere die Wanderungssalden mit Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens ausgenommen Slowenien (+2.497) sowie der Türkei (+629 Personen) verminderten sich stark. Hingegen verdoppelten sich die Wanderungsgewinne bei Staatsangehörigen der Russischen Föderation (+1.137) sowie der asiatischen Staaten (+5.535) gegenüber 2010 (+590 bzw. +2.288). Auch der Wanderungsgewinn mit Afrika verzeichnete einen deutlichen Anstieg auf +1.214 Personen (2010: +431). Insgesamt zeigte sich bei den Wanderungssalden mit den Nicht-EU-Staaten eine Verschiebung zu außereuropäischen Staatsangehörigen.

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Mehr als ein Drittel des Wanderungssaldos (36% bzw. +12.954 Personen) entfiel 2011 auf die Bundeshauptstadt, gefolgt von Oberösterreich (+5.307), Niederösterreich (+4.499) und der Steiermark (+3.683 Personen). Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.

    
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Internationale Zu- und Wegzüge 2008-2011 nach ausgewählter StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLSX
Internationale Zu- und Wegzüge 2008-2011 nach ausgewählten Herkunfts- und ZielländernHTMLPDFXLSX
Außenwanderung 2011 nach Alter, Geschlecht und StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLSX
Internationale Zu- und Wegzüge 2010-2011 nach Ereignismonat, Bundesland und StaatsangehörigkeitHTMLPDFXLSX


Internationale Zu- und Wegzüge nach Alter und Geschlecht 2011

Außenwanderungssaldo 2010 und 2011 nach ausgewählter Staatangehörigkeit



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