Geborene

Langfristiger Trend

Die Zahl der Lebendgeborenen lag in den 1980er und 1990er Jahren bei Ø 90.000 pro Jahr, wobei Höchstwerte in den Jahren 1982 (94.840) bzw. 1992 (95.302) verzeichnet wurden. Seither ist kein einheitlicher Trend erkennbar. Vom Jahr 2001, in dem die bislang geringste in Österreich jemals registrierte Geburtenzahl verzeichnet wurde, bis 2010 rangierten die Zahlen der Neugeborenen zwischen 75.458 (2001) und 78.968 (2004). 2011 betrug die Zahl der Lebendgeborenen 78.109, was einem Rückgang um 0,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Gestorbene) war 2011 mit +1.630 zum zweiten Mal in Folge positiv.

Das durchschnittliche Fertilitätsalter lag 2011 in ganz Österreich bei 30,0 Jahren bzw. bei 28,5 Jahren beim ersten Kind (je um rund 0,2 Jahre höher als 2010). In den 1980er Jahren lag das durchschnittliche Fertilitätsalter dagegen bei rund 26,0 Jahren bzw. bei etwa 24,0 Jahren beim ersten Kind.

Aktuelle vorläufige Monatsergebnisse

Vorläufige Monatsergebnisse finden sie in den Statistischen Übersichten oder in der Statistischen Datenbank. Vorläufige Quartalsergebnisse finden sie in den Pressemitteilungen.

Aktuelle endgültige Jahresergebnisse

In Österreich kamen im Jahr 2011 insgesamt 78.109 Babys zur Welt, um 633 weniger als im Jahr 2010 (-0,8%). In sechs Bundesländern wurden sinkende Geburtenzahlen verzeichnet: Die Geburtenrückgänge fielen am deutlichsten in Kärnten (-2,7%) und in Vorarlberg (-2,4%) aus, gefolgt von der Steiermark (-2,0%), Oberösterreich (-1,9%) und Tirol (-1,4%). In Salzburg lag der Rückgang der Geburten im Bundesdurchschnitt (-0,8%). In den übrigen drei Bundesländern wurden jeweils steigende bzw. gleichbleibende Zahlen der Geburten verzeichnet: Wien (+1,0%), Burgenland (+0,4%) und Niederösterreich (0,0%). Die Unehelichenquote (Anteil der unehelich Lebendgeborenen an allen Lebendgeborenen) stieg im Jahresabstand von 40,1% auf 40,4% und war traditionell in den südlichen Bundesländern Kärnten (52,9%) und in der Steiermark (48,6%) am höchsten; in Wien (32,6%), in Niederösterreich (35,9%) und in Vorarlberg (36,2%) lag sie dagegen deutlich unter dem Bundesschnitt.

Bei der Gesamtfertilitätsrate waren 2011 erneut Vorarlberg und Oberösterreich mit je 1,52 Kindern pro Frau Spitzenreiter. Über dem Bundesmittel von 1,43 Kindern pro Frau (2010: 1,44) lagen zudem Niederösterreich und Salzburg. Geringer war die Gesamtfertilitätsrate 2011 in Wien, Tirol, Kärnten sowie insbesondere in der Steiermark und im Burgenland, wo sie bei nur etwa 1,3 Kindern pro Frau lag. Das durchschnittliche Fertilitätsalter lag 2011 in ganz Österreich bei 30,0 Jahren bzw. bei 28,5 Jahren beim ersten Kind (je um rund 0,2 Jahre höher als 2010). Es zeigten sich traditionell überdurchschnittlich hohe Werte in Tirol (30,4 Jahre) und Vorarlberg sowie in Salzburg und auch in der Bundeshauptstadt. Am niedrigsten lag das durchschnittliche Fertilitätsalter 2011 mit 29,7 Jahren in Kärnten.

Statistische Kuriositäten

Im Jahr 2011 war die jüngste Mutter erst 13 Jahre, die älteste Mutter war bereits 56 Jahre alt, zwei weitere Mütter waren 55 Jahre alt. Der jüngste (verheiratete) Vater war erst 17 Jahre alt, der älteste Vater war mit 86 Jahren um 59 Jahre älter als die 27-jährige Mutter des Babys. Eine verheiratete Mutter im Alter von 52 Jahren war um 21 Jahre älter als der 31-jährige Vater des Babys. Zwei Frauen brachten im Alter von 40 bzw. 46 Jahren ihr jeweils 14. Kind zur Welt. Die längste Zeitspanne zu einer vorangegangenen Geburt betrug 28 Jahre, die kürzeste 8 Monate.

Österreichweit wurden im Jahr 2011 1.354 Mal Zwillinge, 38 Mal Drillinge und 1 Mal Fünflinge geboren. Ein Baby war bei der Geburt bereits 65 cm groß und ein weiteres Baby brachte über 5.500 Gramm auf die Waage. Drei Babys erblickten nach nur 14 Wochen Schwangerschaftsdauer das Licht der Welt, während insgesamt 135 Babys dies erst nach 43 Wochen taten.

Methodische Informationen, Definitionen:

Die Erhebung und Aufarbeitung der Geburten erfolgt auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Standesämter monatlich nach dem Ereignisort, die Veröffentlichung nach dem Wohnort der Mutter.

Eine statistische Erfassung der im Ausland stattfindenden Geburten von Frauen mit Inlandswohnsitz ist mangels qualitativ ausreichender Datenquellen derzeit nicht möglich. In Österreich stattfindende Geburten von im Ausland wohnhaften Frauen werden zwar erhoben und aufgearbeitet, sind aber in den publizierten Daten nicht enthalten (2011 waren es 863 Geborene).

Vorläufige Ergebnisse informieren über die in bzw. bis zu einem bestimmten Monat, spätestens bis Ende Februar des Folgejahres, von den Standesämtern übermittelten Informationen. Die endgültigen Ergebnisse enthalten alle Ereignisse des Berichtsjahres und sind auf Vollständigkeit geprüft. Die endgültigen Ergebnisse liegen generell geringfügig über den als vorläufig publizierten Werten. Die Abweichungen betrugen 2011 für Lebendgeborene +950 bzw. +1,2%.

Als ehelich gilt ein Kind, dessen Eltern zu irgendeinem Zeitpunkt während der Schwangerschaft verheiratet waren.

    
  • Tabelle(n)
  • Grafik(en)
  • Interaktive Karte(n)
  • Thematische Karte(n)
  • Stat. Datenbanken
  • Dokumentationen
  • Pressemitteilungen
  • Publikationen
  • Allgemeine Auskünfte
Ergebnisse im Überblick: GeboreneHTMLPDFXLSX
Lebend- und Totgeborene seit 1871PDFXLSX
Lebendgeborene seit 1991 nach Geschlecht, Legitimität und BundeslandPDFXLSX
Geborene und Geburten seit 1991 nach MehrlingseigenschaftHTMLPDFXLSX
Durchschnittliches Gebär- bzw. Fertilitätsalter der Mutter nach Lebendgeburtenfolge seit 1991HTMLPDFXLSX
Lebendgeborene seit 2001 nach Altersgruppen der Mutter und BundeslandPDFXLSX
Lebendgeborene seit 2001 nach Ereignismonaten und BundesländernPDFXLSX


Lebendgeborene und Geburtenrate seit 1951

Durchschnittliche Kinderzahl pro Frau seit 1951


Natürliche Bevölkerungsbewegung 2010 &x28;Lebendgeborene, Gestorbene, Geburtenbilanz und den Unehelichen&x29;


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1)71128-7070 
FAX: +43 (1) 715 68 28 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 16.00 Uhr