Der österreichische Außenhandel wies nach vorläufigen
Ergebnissen für die Berichtsperiode Jänner bis Dezember 2011 sowohl
bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren zweistellige Wachstumsraten
auf. Die Einfuhren stiegen um 15,0% auf 130,76 Mrd. € und die Ausfuhren
um 11,7% auf 122,16 Mrd. €. Diese Entwicklung stützte sich sowohl
auf den Handel mit den Partnerländern der EU (Eingänge:
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Weiterführende Informationen über die Hauptergebnisse des grenzüberschreitenden
Warenverkehrs von Österreich ab 1995 erhalten Sie im Wirtschaftsatlas
(siehe „Publikationen und Services“).
In der Ausfuhr verzeichneten traditionsgemäß Maschinen
und Fahrzeuge die größten absoluten Zuwächse (Grafik 2). Der SITC-Einsteller
legte um 4,66 Mrd. € auf 46,03 Mrd. € zu. Zu einem hohen
Anteil war dafür die Ausfuhr von Straßenfahrzeugen mit einem Plus
von 1,52 Mrd. € verantwortlich. Im Berichtsjahr 2008, dem Jahr
mit den bis dato höchsten Außenhandelswerten, lag der Vergleichswert
für Ausfuhren von Maschinen und Fahrzeugen bei 46,64 Mrd. €
und somit noch über den aktuellen Werten. Der Ausfuhrwert von Bearbeiteten
Waren stieg in der Berichtsperiode um 3,35 Mrd. € auf 28,51 Mrd.
€. Getränke und Tabak wiesen zwar ein vergleichsweise niedriges absolutes
Wachstum
Auch bei den Einfuhren Österreichs legten Maschinen
und Fahrzeuge wertmäßig am deutlichsten zu
In der Berichtsperiode waren 71,3% der gesamten Einfuhren (2010: 72,5%) und 69,7% der gesamten Ausfuhren (2010: 70,5%) dem Handel mit den Mitgliedstaaten der EU zuzurechnen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode verlor der Handel mit den Ländern der Europäischen Union somit geringfügig Anteile an Drittstaaten. Die Wareneingänge aus den EU-Partnerländern stiegen im Zeitraum Jänner bis Dezember 2011 um 13,2% auf 93,25 Mrd. €. Die Warenversendungen in diese Länder verzeichneten einen Anstieg um 10,4% auf 85,20 Mrd. €. Das Passivum im Handel mit der EU erhöhte sich im Vergleich zu 2010 von 5,20 Mrd. € auf 8,05 Mrd. €. Der wertmäßige Deckungsgrad der Eingänge durch die Versendungen verringerte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 91,4%.
Maschinen und Fahrzeuge zeigten im Handel mit der
Europäischen Union einfuhrseitig die größten absoluten Zuwächse
Im Handel mit den seit 2004 beigetretenen Mitgliedstaaten verzeichneten vor allem die Eingänge überdurchschnittliche Wachstumsraten. Diese stiegen im beobachteten Zeitraum um 20,5% auf 17,51 Mrd. €. Die Versendungen legten um 12,9% auf 19,69 Mrd. € zu. Gemessen an der Handelsintensität blieben wie auch im Vergleichszeitraum des Vorjahres die Nachbarländer Tschechische Republik und Ungarn die wichtigsten Handelspartner in der Ländergruppe.
Der Handel mit Drittstaaten, der rund 29% des gesamten Außenhandels einnahm, setzte die überdurchschnittliche Entwicklung weiter fort. Die Importe aus den Nicht-EU-Staaten stiegen um 19,8% auf 37,51 Mrd. €, die Exporte um 14,7% auf 36,97 Mrd. €. In Quartalsbetrachtung wies die Handelsbilanz mit Drittstaaten 2011 mit Ausnahme des zweiten Quartals durchgehend Passiva auf. Daraus resultierte ein Passivum von 0,55 Mrd. € für das Gesamtjahr. Im Vorjahr überstieg der Wert der Ausfuhren jene der Einfuhren, im aktuellen Berichtsjahr sank jedoch der Deckungsgrad von 102,9% auf 98,5%.
Maschinen und Fahrzeuge wiesen nicht nur die mit Abstand
höchste Handelsintensität zwischen Österreich und Drittstaaten auf,
sie legten auch vor allem ausfuhrseitig weiter stark zu
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